E-Mail-Tools im Überblick

Vierzehn Anbieter in neun Kategorien, jeweils mit Einstiegspreis und Link zur Preisseite des Herstellers. Die Karten führen direkt zu den Anbietern; die Erläuterungen darunter helfen bei der Entscheidung.

TransaktionalMarketingautomatisierungInfrastrukturAll-in-OneB2B-fokussiertOpen SourceKundenplattformCRM + E-MailCreator-fokussiert

Resend

Moderne Transaktions-E-Mail mit besonderer Entwicklerfreundlichkeit

Transaktional 20 $/Monat (volumenabhängig)

Postmark

Legendäre Zustellbarkeit für kritische Transaktions-E-Mails

Transaktional 15 $/Monat (volumenabhängig)

Customer.io

Das leistungsstarke Werkzeug für anspruchsvolle Verhaltensautomatisierung

Marketingautomatisierung ab 100 $/Monat

SendGrid

Enterprise-geprüfte Infrastruktur für E-Mails im großen Maßstab

Infrastruktur 19,95 bis 89,95 $/Monat

Loops

Moderne, minimale E-Mail für SaaS, das Einfachheit schätzt

All-in-One Preis auf Anbieterseite

Mailgun

Auf Entwickler ausgerichtete E-Mail-Infrastruktur mit granulierter Kontrolle

Infrastruktur ab 15 $/Monat

Userlist

E-Mail-Automatisierung speziell für B2B SaaS entwickelt

B2B-fokussiert Preis auf Anbieterseite

Drip

Event-gesteuerte Automatisierung mit solider Umsatzverfolgung

Marketingautomatisierung 39 $/Monat

Plunk

Open-Source-Transaktions-E-Mail für Bootstrappers

Open Source Preis auf Anbieterseite

AWS SES

Rohe E-Mail-Infrastruktur zum niedrigstmöglichen Preis

Infrastruktur 0,16 $ pro 1.000 E-Mails

Encharge

Verhaltensbasierte Marketingautomatisierung für SaaS

Marketingautomatisierung ab 99 $/Monat

Intercom

All-in-One-Kundenkommunikationsplattform

Kundenplattform Preis auf Anbieterseite

ActiveCampaign

E-Mail-Marketing mit integriertem CRM

CRM + E-Mail ab 15 $/Monat (jährlich abgerechnet)

ConvertKit

Creator-fokussierte E-Mail mit einfacher Automatisierung

Creator-fokussiert Preis auf Anbieterseite

Welche Kategorie für welche Aufgabe?

Die Karten oben mischen zwei Sorten von Werkzeugen, die sich leicht verwechseln lassen. Ein Newsletter-Programm verschickt Nachrichten an Menschen, die sich dafür angemeldet haben. Ein Transaktionsdienst liefert Systemmails wie Bestellbestätigungen oder Passwort-Zurücksetzen, die Ihre Software auslöst. Für beides gibt es spezialisierte Anbieter, und wer das falsche Werkzeug wählt, bezahlt entweder für Funktionen, die er nie braucht, oder verschickt Werbung über eine Infrastruktur, die dafür nicht gedacht ist.

AufgabePassende KategorienAnbieter auf dieser Seite
Newsletter und Kampagnen mit einfachem EditorAll-in-One, Creator-fokussiertLoops, ConvertKit
Automatisierte Abfolgen nach Verhalten oder KaufstatusMarketingautomatisierung, CRM + E-MailDrip, Customer.io, Encharge, ActiveCampaign
Bestellbestätigungen, Rechnungen, Passwort-MailsTransaktionalResend, Postmark
Eigene Versandlösung mit voller KontrolleInfrastruktur, Open SourceSendGrid, Mailgun, AWS SES, Plunk
Kundenkommunikation inklusive Chat und SupportKundenplattformIntercom

Wer ein Ladengeschäft, eine Praxis oder eine kleine Agentur betreibt, landet meist bei den ersten beiden Zeilen. Die Infrastrukturanbieter lohnen sich erst, wenn jemand im Team Code schreibt, der den Versand anstößt.

Kostenlose Tarife und Einstiegspreise im Vergleich

Die folgenden Angaben stammen von den Preisseiten der Anbieter und wurden am 7. Oktober 2026 abgelesen. Die Hersteller nennen ihre Preise in US-Dollar; je nach Rechnungsland kommt Umsatzsteuer hinzu. Weil sich Tarife häufig ändern, gilt am Ende immer die verlinkte Seite.

AnbieterKostenloser TarifBezahlt ab
MailerLite250 Abonnenten, 2.500 E-Mails im Monat, 2 NutzerplätzeComfort 12 $ im Monat, Power 25 $ im Monat
Brevo300 E-Mails pro Tag, Speicher für bis zu 100.000 KontakteStarter 9 $ im Monat (5.000 E-Mails), Standard 18 $ mit Automatisierung und A/B-Tests
Mailchimp250 Kontakte, 500 Sendungen im Monat, höchstens 250 pro TagStandard ab 20 $ im Monat bei 500 Kontakten
Sender2.500 Abonnenten, 15.000 E-Mails im Monat, mit Sender-BrandingStandard ab 6,30 $ im Monat (500 Abonnenten, 6.000 E-Mails), angezeigt mit 30 % Rabatt im ersten Jahr
ActiveCampaignKeiner; kostenlose TestphaseStarter ab 15 $ im Monat bei 1.000 Kontakten, Plus ab 49 $, jeweils bei jährlicher Abrechnung
DripKeiner; 14 Tage testen ohne Kreditkarte39 $ im Monat für 1 bis 2.500 Personen
Resend3.000 E-Mails im Monat, 100 pro TagPro 20 $ im Monat für 50.000 E-Mails
Postmark100 E-Mails im MonatBasic ab 15 $ im Monat für 10.000 E-Mails
Mailgun100 E-Mails pro TagBasic 15 $ im Monat für 10.000 E-Mails, Foundation 35 $ für 50.000

Ein Rechenbeispiel: wöchentlicher Newsletter an 2.000 Abonnenten

Wer jede Woche an 2.000 Personen schreibt, verschickt im Monatsschnitt rund 8.667 E-Mails (2.000 × 52 ÷ 12). Dieser Wert entscheidet schneller über den Tarif als jede Funktionsliste.

  • Mailchimp kostenlos scheitert gleich zweifach: 250 Kontakte und 500 Sendungen im Monat. Eine wöchentliche Ausgabe passt hier nur bis etwa 115 Abonnenten.
  • MailerLite kostenlos erlaubt zwar 2.500 E-Mails im Monat, begrenzt aber auf 250 Abonnenten.
  • Brevo kostenlos speichert bis zu 100.000 Kontakte, begrenzt den Versand aber auf 300 Mails pro Tag. Eine Ausgabe an 2.000 Personen zieht sich damit über sieben Tage, und gerade bei Newslettern mit Zeitbezug ist das ein Nachteil.
  • Brevo Starter bietet 5.000 E-Mails im Monat und reicht für wöchentliche Ausgaben bis rund 1.150 Abonnenten (5.000 × 12 ÷ 52). Für 2.000 Abonnenten braucht es eine größere Stufe; deren Preis sehen Sie auf der Brevo-Seite für Ihre Menge.
  • Sender kostenlos deckt mit 15.000 E-Mails im Monat und 2.500 Abonnenten dieses Beispiel ab, allerdings mit Sender-Branding in jeder Nachricht.
  • SendGrid Marketing Campaigns listet einen kostenlosen Tarif mit bis zu 2.000 Kontakten und 6.000 E-Mails im Monat. Das reicht für wöchentliche Ausgaben nur bis etwa 1.380 Abonnenten.

Datenschutz und Einwilligung bei der Anbieterwahl

Das hier ist keine Rechtsberatung, aber ein Prüfraster, das sich in der Praxis bewährt hat. Für Werbe-E-Mails ist nach § 7 UWG grundsätzlich eine vorherige ausdrückliche Einwilligung erforderlich; die eng begrenzte Ausnahme für Bestandskunden sollten Sie für Ihren Fall separat rechtlich prüfen lassen. Das Double-Opt-In-Verfahren hat sich als übliche Methode durchgesetzt, die Einwilligung nachzuweisen; eine gesetzliche Pflicht dazu ist es nicht. Fragen Sie daher bei jedem Anbieter vier Dinge ab, bevor Sie Adressen importieren:

  1. Gibt es einen Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO, den Sie online abschließen können?
  2. Wo stehen die Server, und welche Unterauftragsverarbeiter setzt der Anbieter ein? Diese Angaben stehen in den Datenschutzunterlagen des Anbieters, selten auf der Preisseite.
  3. Kann das Double-Opt-In samt Zeitstempel und IP-Adresse exportiert werden, falls Sie später wechseln?
  4. Wie wird eine Abmeldung gespeichert, und bleibt sie nach einem Import in einen anderen Dienst erhalten?

So gehen Sie vor: eine Auswahl in drei Schritten

Beginnen Sie bei der Aufgabe, nicht beim Namen. Legen Sie fest, ob Sie Newsletter, automatisierte Abfolgen oder Systemmails brauchen. Berechnen Sie danach Ihr monatliches Versandvolumen und vergleichen Sie es mit den Limits der kostenlosen und der günstigsten bezahlten Tarife in der Tabelle. Zuletzt prüfen Sie die vier Datenschutzfragen und entscheiden, ob ein Wechsel später aufwendig würde. Wenn zwei Kandidaten übrig bleiben, hilft der englischsprachige Vergleichsbereich; wer bereits ein Tool nutzt und wechseln möchte, findet dort bei den Alternativen Hinweise zur Migration.

Häufige Fragen

  • Worin unterscheiden sich Transaktions- und Marketing-E-Mails? Transaktionsmails werden durch eine Handlung des Empfängers ausgelöst, etwa eine Bestellung oder eine Passwortanfrage. Marketingmails sind Werbung oder Newsletter und brauchen eine Einwilligung. Viele Anbieter trennen beides bewusst, weil Beschwerden über Werbung den Ruf der Absenderdomain auch für die Systemmails beschädigen können.
  • Kann ich einen kostenlosen Tarif dauerhaft nutzen? Bei MailerLite, Brevo, Mailchimp und Sender ja, sofern Sie die Limits einhalten. Bei ActiveCampaign und Drip gibt es nur Testphasen. Achten Sie auf Branding und auf Funktionen, die der kostenlose Tarif ausspart, etwa Automatisierung.
  • Warum steht ConvertKit noch in der Liste? Der Dienst tritt inzwischen unter dem Namen Kit auf. Die Karte führt zur Anbieterseite; den aktuellen Preis lesen Sie dort ab.
  • Gibt es diese Auswahl auf Deutsch vollständig? Dieses Verzeichnis liegt auf Deutsch vor, die Vergleiche, Alternativen und Anwendungsfälle derzeit auf Englisch.

Weitere Bereiche

BereichWann er hilft
VergleicheSie haben zwei Kandidaten und wollen Preise und Grenzen nebeneinander sehen
AlternativenSie nutzen ein Tool und prüfen den Wechsel
AnwendungsfälleSie suchen Rat für Ihre Branche oder Ihr Website-System
RatgeberSie brauchen Hintergrundwissen zu Segmentierung, Zustellbarkeit oder Tests

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